WIR

GESCHICHTE

Seit über 100 Jahren an der Seite der Profis
Die Geschichte von Fiat Professional reicht mehr als ein Jahrhundert zurück. Seit der Firmengründung werden stets neue Modelle entwickelt und den sich ständig verändernden Anforderungen angepasst.
Folgen wir gemeinsam den Spuren der Marke Fiat Professional, von dem Ursprung und der Entwicklung bis hin zum heutigen Stand: Wie hat sich die Marke entwickelt und welche neuen Modelle wurden eingeführt?

1901 - 1910

1901: Auf der Mailänder Messe stellt die "neugeborene" Fabbrica Italiana Automobili Torino zwei Omnibusse und einen außergewöhnlichen Feuerwehranhänger aus. Das ebnet den Weg für den zwei Jahre später eingeführten ersten richtigen Lastkraftwagen von Fiat: Den 24HP.

1903: Die Produktion der leichten Nutzfahrzeuge beginnt mit dem 24 Horse Power. Sein Name geht auf die in Pferdestärken gemessene Leistung seines Triebwerks zurück. Kompakt in den Abmessungen – ähnlich denen der heutigen Fahrzeuge – ist der 24HP jedoch für den professionellen Einsatz ausgelegt und mit der Traglast eines echten Lastkraftwagens konzipiert: die Ladefläche ist aus abgelagertem Holz und die Nutzlast beträgt bis zu 4000 kg.
Aufgrund des für diese Zeit revolutionären Wesens des 24HP wird zunächst eine Versuchsreihe  von drei Prototypen hergestellt. Nach bestandenem Test fassen auch die Streitkräfte das neue Fahrzeug mit Interesse ins Auge.

1906: Der 24HP wird in kleiner Serie produziert, aber bereits sein Nachfolger, das "Pritschenauto" 18-24HP, wird in einer großen Stückzahl produziert und erzielt einen großen Erfolg.

1911 - 1920

1911–1915: Die Produktion der ersten "richtigen Nutzfahrzeuge" beginnt zwischen 1911 und 1915. Der Grund dafür ist der wachsende Bedarf an Nutzfahrzeugen während des ersten Weltkrieges. Das Exportgeschäft führt zu einem großen Teil der Umsätze des Turiner Unternehmens. Die Streitkräfte werden zu den wahren Auftraggebern von Fiat, und das Unternehmen liefert leichte Nutzfahrzeuge an die Kriegsministerien von Frankreich, Russland, Griechenland und Großbritannien.

1911: Es entsteht der 1F (F steht für “furgone” = Kastenwagen), das erste Fahrzeug mit einem Kastenaufbau. Mit einem Hubraum von 1846 cm3, einer Traglast von 500 kg und auf dem Rahmen des Fahrzeugs TYP 1, ist dieses wendige Fahrzeug ideal für Kurzstrecken. Das ist auch der Beweggrund für die britische Post einige Exemplare zu erwerben.

Im selben Jahr erscheint auch der robustere 2F, aufgebaut auf dem TYP 2 von 1910 mit 2813 cm3  Hubraum, 20 PS Leistung und 1000 kg Traglast. In der Version Pritschenwagen mit Planenaufbau wird das Fahrzeug als Mannschaftswagen für das Militär angeboten und für den Transport von Personen und Material eingesetzt. In dieser Ausführung wird der 2F auch Teil der Flotte der Royal Navy, der königlichen englischen Marine.

1921 - 1930

1922: Nach der Wirtschaftskrise von 1921 tragen mehrere Elemente zu einem Aufschwung der Branche bei: Einerseits die Neuordnung der Straßenverkehrsordnung (Verringerung der Kraftfahrzeugsteuer und Zuweisung einer Kennzeichennummer für jede Provinz), andererseits der Beginn der Arbeiten der ersten Hauptverkehrsstraße „Milano-Laghi“ im März 1923, wo ein eigener Fahrstreifen für Nutzfahrzeuge gebaut wurde.

1925: Aufgrund der vielen laufenden Veränderungen beschließt Fiat, mehr in die Produktion von Transportfahrzeugen zu investieren. Fiat vergrößert das Sortiment und differenziert das Angebot im Bereich Traglast, Ladevolumen und Motoren. Genau in dieser Zeit etabliert sich der Begriff "leichtes Nutzfahrzeug".
Die verschiedenen leichten Pritschenwagen, wie z.B. der 502F,der 503F, der 505F, der 507F und der 509F, sind die Antwort auf eine steigende Nachfrage für Fahrzeuge, die auf spezifische Bedürfnisse in den Bereichen Arbeit und Transport abgestimmt sind (einschließlich besonderer Verwendungszwecke wie Krankentransport, Feuerwehr- oder Postfahrzeuge usw.).

1928:  Fiat setzt sich vermehrt dafür ein, das Wachstum des Straßentransports zu beschleunigen und unterstützt die Planung der Autobahn Turin-Mailand, die später die beiden wichtigsten Produktionsstätten in Italien verbinden sollte. Darüber hinaus wird SAVA (Società Anonima Vendita Autoveicoli) gegründet, ein Unternehmen, das den Kauf und dadurch die Vermarktung der Fahrzeuge fördert.

1931 - 1940

Fiat kooperiert mit anderen turiner Firmen, die auf die Produktion von Fahrzeugen spezialisiert sind, um die Produktionskosten zu optimieren und den Weg in eine erfolgversprechende Zukunft zu ebnen.

1932: 1932 wird der Balilla Van produziert, der kleine Kastenwagen 508. Leicht, wendig und einfach zu fahren, erreicht "der Pygmäe" – wie das neuentwickelte Fahrzeug genannt wurde – einen neuen Standard bei den Fahrzeugen für den Warentransport: Komfort, geringer Verbrauch, 75 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Traglast von 320-380 kg waren die Kennzeichen des Balilla Vans. In den ersten 5 Jahren wurden 113.000 Balillas verkauft, darunter sehr viele Lastkraftwagen (Vans).
Zu dieser Zeit wurde auch der erste Fiat Kastenwagen mit Dieselmotor entwickelt, der ausdrücklich für den Warentransport konzipiert wurde. Der neue Kastenwagen hieß 621 und hatte folgende Eigenschaften: eine Ladekapazität von 2250 kg, einen geschlossener Fahrgastraum mit zwei Türen, versenkbare Scheiben, eine Ladefläche mit aufklappbaren Seitenwänden und einer Hecktür und der Möglichkeit Metallbögen als Stütze für eine wasserdichte Plane einzubauen.

1934: Das Sortiment wird um einen 4-Zylinder-Dieselmotor mit 55 PS erweitert. Aber das ist noch nicht alles. Die erfolgreiche Baureihe 621 wird, neben den Versionen mit Diesel- und Benzinmotor, auch um Versionen mit Elektroantrieb, mit Batteriepaket unter dem Fahrgastraum, ergänzt.

1941 - 1960

Erste Hälfte der 40er Jahre: Die Produktion von Fiat sinkt drastisch aufgrund von Kriegseinwirkungen und starken Bombenangriffe auf die Stadt Turin, die Fiat-Werke und die zahlreichen Fabriken der Zulieferer, die dabei schwer beschädigt werden.
Fiat erkennt, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur die Großindustrie betrifft, sondern auch die kleinen selbständigen Betriebe: Kaufleute und Handwerker benötigen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Fahrzeuge, um kleine Waren, Muster oder Werkzeug zu transportieren. Das Interesse von Seiten Fiats diese Kundengruppe zu bedienen verstärkt sich ab 1947.

1947: Gestärkt von den ausgezeichneten Geschäftsergebnissen, die mit dem Fahrzeug „1100“ erzielt wurden, beschließt Fiat, Versionen zu verwirklichen, die von den Nutzfahrzeugen abgeleitet werden.
Der Fiat 1100 ALR ist eines der ersten Nutzfahrzeugmodelle, das sofort nach dem Krieg produziert wird. Ausgestattet ist er mit einem zuverlässigem Motor, einem ausgesprochen robusten Getriebe und einem beständigen und vielseitigen Fahrgestell, das sich für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche wie Landwirtschaft, Industrie, Personen- und Materialtransport ideal verwenden lässt. Wegen seiner ausgezeichneten Merkmale wird der Fiat 1100 ALR in kurzer Zeit zu einem der Symbole des italienischen Wiederaufbaus und gilt als Stammvater der nachfolgenden Nutzfahrzeugmodelle.

1961 - 1970

1967: Nach dem guten Ergebnis, das mit dem 600 Multipla erzielt wurde, erneuert Fiat auch das Sortiment der Nutzfahrzeuge durch die Einführung des Fiat 238, einem sehr großen Kastenwagen. Der Fiat 238 ist auf der Mechanik des Fahrzeugs Primula (Autobianchi) aufbaut und weist einen 1.2 Benzinmotor mit 44 PS vor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h erreicht. Produziert von 1967 bis 1983, ist der Fiat 238 in verschiedenen Ausführungen erhältlich: als Kastenwagen, Pritschenwagen, Kabinenfahrgestell, Personentransport und auch Krankenwagen. Die Philosophie ein Modell in verschiedenen Ausführungen auf den Markt zu bringen, beeinflusste und kennzeichnete auch die nachfolgenden Modelle Fiat 242 und Fiat Ducato stark.

1971 - 1980

Mitte der 70er Jahre strukturiert sich Fiat neu und spezialisiert sich in verschiedenen Bereichen: Die Nutzfahrzeugherstellung wird von der Automobilproduktion getrennt, 1975 wird IVECO gegründet (ein wichtiger Schritt in der Geschichte des Warentransports) und es entsteht de facto die Marke "Veicoli Commerciali leggeri Fiat" (Fiat Light Commercial Vehicles), die die Modelle 242, 850T, 900T und den Fiorino 127 (in Brasilien gebaut und auch heute noch produziert) auf den Markt bringt.

Während der gesamten 70er Jahre beherrscht der Fiat 242 den Markt: er ist robust und zuverlässig, hat eine niedrige Ladekante und eine sehr ebenmäßige Ladefläche. Er dient auch als Grundlage für ganz besondere Ausführungen, wie die Versionen für den öffentlichen Nahverkehr und den gemischten Transport, sowie die innovative und vielverkaufte Version für die Freizeit mit Umbau zum Reisemobil.
Sowohl in Italien als auch im restlichen Europa setzt sich in diesen Jahren die Nachfrage nach kleinen Lastkraftwagen für den Stadt- und Landtransport durch. Fiat entwickelt den 127 Fiorino, den ersten in Italien entwickelten Kleintransporter, und entscheidet sich somit in das Segment der meistverkauften Fahrzeuge einzusteigen. Die mechanischen Standards und die Komforteigenschaften bleiben unverändert, allerdings baut Fiat einige Pluspunkte im Vergleich zu den Mitbewerbern aus: - die Ladekapazität erhöht sich auf 360 kg plus Fahrer; - ein Spoiler und eine Trennwand (abschnittsweise entfernbar) zwischen Fahrgastkabine und Laderaum wird eingeführt; - die Hecktüren sind bei 90° fixierbar.

Unter den Neuheiten aus dem Jahre 1978 ist sicher die Version Panorama der Baureihe 238E zu nennen, ein Automobil mit 9 Sitzplätzen. Das Fahrzeug wurde entwickelt um den  wachsenden Markt des Gruppentransports zu bedienen. Mit 9 Sitzplätzen ausgestattet, ist das Fahrzeug groß genug um mehrere Personen gleichzeitig zur Arbeit oder in den Urlaub zu bringen, und somit auch Ersparnisse im Verbrauch zu erzielen. Innerhalb kurzer Zeit wird der 238E Panorama zum idealen Fahrzeug für die verschiedensten Nutzer und Einsatzbereiche: Hotels, Autovermietungen, Gemeinschaftseinrichtungen und Sportgruppen.

1981 - 1990

1981: In diesem Jahr startet die Produktion eines revolutionären Kastenwagens, dem Ducato x2/12. Basierend auf einem Projekt von 1978, will Fiat mit diesem Modell ein leichtes Nutzfahrzeug entwickeln, das in ganz Europa Erfolg hat. Auf den Ducato x2/12 folgt der Ducato x2/30. Das Ziel wird nicht nur erreicht, sondern übertrifft die Erwartungen um Längen. Der Erfolg wird auch durch die Tatsache bestätigt, dass das Modell auch nach über 30 Jahren immer noch produziert wird.

1981 wird auch die Pick-Up-Version des Fiorino entwickelt, ein Beweis für den steigenden Bedarf an weiter diversifizierten Nutzfahrzeugen, vom Kastenwagen bis hin zum Pick-Up.

1991 - 2000

Auf den Ducato folgen in den 90er Jahren weitere erfolgreiche Modelle: Scudo, Doblò und die von den entsprechenden Fahrzeugen abgeleiteten Versionen.

1995: Der Scudo entsteht aus der Idee ein Nutzfahrzeug zu schaffen, das zwar kompakte Abmessung hat, aber dennoch eine gute Ladekapazität aufweist und dem Fahrer ein Fahrgefühl wie das eines PKWs vermittelt.

2000: Der in der Türkei produzierte Doblò wird 2000 in Italien eingeführt, ein Jahr später auch in den anderen Ländern. Er kann sofort einen bedeutenden Erfolg verzeichnen.
Auch das Konzept des Pick-Ups entwickelt sich weiter. Entstanden im Jahr 1981 mit dem Fiorino, kommt der Strada auf den Markt, der Pick-Up der Palio-Familie.

2001 - 2010

Fiat Professional wächst weiter. Das Sortiment wird komplett erneuert und um neue Modelle erweitert.

2006: In diesem Jahr erfolgt die Markteinführung des neuen Ducato, der auch heute noch das Aushängeschild des Segments ist. Die Kennzeichen sind moderner und origineller Look, Komfort und Leistungen auf höchstem Niveau, noch umfangreichere Telematik- und Sicherheitsausstattungen, geringe Betriebskosten und zahllose Auszeichnungen der internationalen Presse als bestes Fahrzeug im Bereich der Umbaufahrzeuge für die Freizeit.
Im gleichen Jahr erhält der Doblò Cargo die begehrte Auszeichnung "International Van of the Year 2006", dank des neuartigen Designs, der neuen Versionen mit langem Radstand, der brillanten Multijet-Dieselmotoren und Natural Power-Motoren und der Erhöhung der Traglast und des Ladevolumens.

2007: Der neue Scudo kommt auf den Markt, ein Fahrzeug, das die Eigenschaften des Autos (Leistung, Wendigkeit und Komfort) mit den typischen Eigenschaften eines Nutzfahrzeugs (Ladekapazität, einfaches Beladen, Zuverlässigkeit) zu verbinden weiß. Die Stärken des vorangegangenen Modells werden durch ein vollständiges Sortiment von Personentransportfahrzeugen verbessert.

2008: Es ist das Jahr des neuen Fiorino: Entwickelt, um den modernsten Anforderungen des innerstädtischen Warentransports gerecht zu werden, und für alle Profis, die viele Stunden hinter dem Lenkrad verbringen müssen. Der Fiorino ist einzigartig und innovativ, mit originellem und dynamischem Stil, geräumig, kompakt, einfach zu beladen, wendig im Verkehr und mit geringen Betriebskosten. Er hat die begehrte Auszeichnung "International Van of the Year 2009" erhalten, eine internationale Auszeichnung für ein sicheres und wendiges Fahrzeug, das "überall dorthin gelangt, wo die anderen nicht hinkommen".

2010: Der neue Doblò Cargo ist der Star des Jahres. Bis zu 4,6 m3 Ladevolumen, 1 t Nutzlast und ein bis zu 3,4 m langer Laderaum, 4,8 l/100 km NEFZ-Verbrauch, eine Reichweite von 1250 km und eine CO2-Emission von lediglich 126 g/km mit dem Motor 1.3 Multijet II Euro 5 mit 90 PS sowie einziges Fahrzeug im Segment mit Bi-Link-Radaufhängungen. Der Rekord-Kastenwagen verdient sich den Titel Van of the Year 2011.
Eingeführt wird auch der Fiorino Modelljahr 2011, mit überarbeiteten Motoren, umgestaltetem Armaturenbrettdesign, neuer Innenverkleidung und neuen Karosseriefarben sowie mit neuen Inhalten. Gleichzeitig wird der neue Doblò Cargo - den es heute auch in der Natural-Power-Version gibt - als bester europäischer Kastenwagen 2011 ausgezeichnet.

2011 - Heute

2011: Es ist erneut das Jahr des Fiat Ducato, der seit 5 Generationen und 30 Jahren ein Bestseller mit unzähligen Erfolgen ist: Seit 1981 wurden über 2,2 Millionen Exemplare weltweit verkauft.
Der neue Ducato setzt sich weiterhin durch sein originelles Design ab und bekommt eine komplett neue Triebwerkpalette mit 4 neuen Turbodieselmotoren Euro 5 mit direkter Multijet-Einspritzung und zwischen 115 und 177 PS Leistung, die mit 5- oder 6-Gang-Getrieben kombiniert werden und rekordverdächtige Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte verzeichnen (ab 6,4 l/100 km und 169 g/km ohne Gebrauchseinschränkung oder speziellen Zusatzinhalten).
Der Doblò Cargo, das Rekordfahrzeug, überrascht mit der Version Doblò Work Up ein weiteres Mal: ein zuverlässiger und robuster Arbeitspartner mit dem besten Verhältnis von Abmessungen und Traglast. Seine Stärke ist die aus mehrschichtigem Holz beschichtete Ladefläche: 2,3 m lang, 1,82 m breit und 4 m² Fläche, auf die 3 Europaletten oder 33 Obstkisten geladen werden können. Damit ist ausreichend Platz für jede beliebige Ladung sichergestellt.

2012: Einführung des neuen Fiat Strada, der Nachfolger des Marktf��hrers in Südamerika im Segment Leichttransporter. Mit beachtlichen 127.800 weltweit verkauften Fahrzeugen ist der Strada 2011 nach dem Fiat Ducato das am zweithäufigsten verkaufte Modell der Marke Fiat Professional.